LaTeX
Viele Probleme mit LaTeX betreffen den Satz von Tabellen. Im Laufe der Zeit sammelt sich denn auch einiges Wissen dazu an, wenn man sich etwas eingehender mit der Thematik beschäftigt. Beispiele zu Lösungsvorschlägen:Tabellen mit LaTeX
Tabellenlinien individuell in ihrer Dicke/Breite setzen
Der Wunsch, einzelne Linien in Tabellen, egal ob vertikal oder horizontal, dicker oder dünner zu setzen, beschäftigt viele LaTeX Nutzer. Dieses Unterfangen kann mit dem Paket booktabs gemeistert werden. Dieses Paket erlaubt die Verwendung der Befehle \toprule, \midrule und \bottomrule.Beispielsweise könnte man eine Tabelle mit vier Zeilen und drei Spalten wie folgt angeben:
\begin{tabular}{llll}\toprule
No. & Supported Feature & Octet & Bit \\ \midrule
0 & Flow Control Mode & 0 & 0 \\
1 & Retransmission Mode & 0 & 1 \\
2 & Bi-directional QoS & 0 & 2 \\
31 & Reserved for feature mask ext. &3 &7 \\ \bottomrule
\end{tabular}
Das Ergebnis sieht dann etwa wie folgt aus: 
Tabellenfelder farbig setzen
Um mit LaTeX Farbe ins Spiel zu bringen ist zu allererst einmal das Einbinden des color-Pakets nötig. Damit kann man sich seine Farben definieren, beispielsweise zwei gute Grautöne:
\usepackage{color}
% Define user colors using the RGB model
\definecolor{dunkelgrau}{rgb}{0.8,0.8,0.8}
\definecolor{hellgrau}{rgb}{0.95,0.95,0.95}
Um diese Werte in Tabellen nutzen zu können, benötigt man zusätzlich das colortbl-Paket und kann dann mit den Kommandos \cellcolor{hellgrau} (für einzelne Zellen) und \rowcolor{dunkelgrau} (für ganze Zeilen) arbeiten. Um eine ganze Spalte mit einer Farbe einzufärben, weißt man einer Spalte in der Tabellenpräambel eine Farbe mit dem \columncolor{hellgrau}-Befehl zu, z.B.:
\usepackage{colortbl}
[...]
\begin{tabular}{lll>{\columncolor{hellgrau}}l}
\rowcolor{dunkelgrau}
No. & Supported Feature & Octet & Bit \\
0 & Flow Control Mode & 0 & 0 \\
\rowcolor{hellgrau}
1 & Retransmission Mode & 0 & 1 \\
2 & \cellcolor{dunkelgrau}Bi-directional QoS & 0 & 2 \\
31 & Reserved for feature mask ext. & 3 & 7
\end{tabular}
Das Ergebnis sieht dann etwa wie folgt aus: 
Tabellenzwischenräume vergrößern/verändern
Die Zeichen innerhalb einer Tabelle liegen standardmäßig immer recht eng an den Abgrenzungen an. Um einen ähnlichen Effekt unter LaTeX zu erzielen, wie etwa unter HTML mit dem cellpadding-Attribut, kann man einmal den Spaltenzwischenraum zwischen zwei benachbarten Spalten erhöhen, als auch den Zeilenabstand innerhalb einer Tabelle verändern. Ersteres geschieht mit dem \tabcolsep-Attribut, letzteres mit dem \arraystretch-Attribut. Die Änderungen erfolgen mit dem \setlength- Kommando (bei \tabcolsep) bzw. dem \renewcommand-Kommando (bei \arraystretch) angepasst werden, z.B.:
\setlength{\tabcolsep}{10pt}
\renewcommand{\arraystretch}{2}
[...]
\begin{tabular}{l|l|l|l}
No. & Supported Feature & Octet & Bit \\ \hline
0 & Flow Control Mode & 0 & 0 \\
1 & Retransmission Mode & 0 & 1 \\
2 & Bi-directional QoS & 0 & 2 \\
31 & Reserved for feature mask ext. & 3 & 7
\end{tabular}
Das Ergebnis sieht dann etwa wie folgt aus: 
Die vertikalen Tabellenlinien entsprechen hier keinem geeigneten ästhetischen Anspruch, sondern sollen lediglich der Illustration dienen.
URLs unter LaTeX
Da es etwas umständlich sein kann, jeden URL mit seinen Sonderzeichen (»%20« fü Leerzeichen oder »\_« für den Unterstrich) unter LaTeX zu kodieren, bietet das Paket url genau den Dienst an, in \url{...} gepackte URLs genau so auszugeben, wie sie eingegeben wurden. Zusätzlich werden URLs automatisch umbrochen, wobei sogar darauf geachtet wird, dass diese möglichst nicht an einem Bindestrich getrennt werden, um Missverständnissen vorzubeugen. Man kann mithilfe der Option \urlstyle{tt} die Schriftart auf Typewriter umstellen oder häufig vorkommende URLs durch ein »Makro« definieren:
\usepackage{url}
\urlstyle{tt}
\urldef{\makro}{\url}{http://www.roehricht.info}
[...]
Hier ist der Link: \makro
Diese Technik ist ganz besonders dann wichtig, wenn sich der URL innerhalb eines anderen Kommandos befindet, da dann die Sonderzeichen "%", "^^" oder "#" Probleme bereiten, oder auch wenn der URL auf ein "\" endet. Außerdem darf der URL keine unbalancierten geschweiften Klammern enthalten – wobei man die Möglichkeit hat, statt /url{...} auch url|...| oder ähnliche Zeichen zu nutzen. Sollten nun solche Sonderzeichen in einem URL vorkommen und dieser in einem anderen Kommando nötig sein, z.B. in einer footnote-Umgebung, so muss man sich dieser Definition oben bedienen, sonst gibt es eine Fehlermeldung beim Übersetzen.
Mehr Dokumentation ist leider nur innerhalb der Definitionsdatei url.sty zu finden, jedoch sind die verfügbaren Möglichkeiten auch recht übersichtlich.

